Weltacker in Nürnberg

Ausstellungseröffnung und Vorstellung der Studienarbeiten

Seit dem 14.12. ist im Offenen Büro des Stadtplanungsamtes Nürnberg in der Lorenzer Straße eine Schaufensterausstellung zum Thema Weltacker zu betrachten. Dort ausgestellt sind Standort-Modelle für einen möglichen Weltackerstandort in Nürnberg – ausgearbeitet vom Masterstudiengang Architektur der TH Nürnberg. Der Weltacker ist eine Initiative der Innovation und Zukunft Stiftung und dem Projekt SDGs go local (Bluepingu e.V.). Konkrete Standortvorschläge seitens der Stadt Nürnberg sind im Januar 2022 zu erwarten.

Zeichen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz – der Weltacker für Nürnberg

Der Weltacker ist die modellhafte Darstellung der weltweit verfügbaren Ackerfläche, geteilt durch die Gesamtbevölkerung. Das sind in Summe 2000m², die jedem Menschen zur Verfügung stehen würden. Auf dieser Fläche stellt ein Weltacker anschaulich dar, wie wir möglichst effizient und ressourcenschonend die Versorgung aller Menschen sicherstellen können.

Initiiert von der Innovation und Zukunft Stiftung und dem Projekt SDGs go local (Bluepingu e.V.) soll nun der Weltacker auch nach Nürnberg kommen. Er setzt dabei ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Klimabewusstsein in der Frankenmetropole und ist zugleich Schulungsort, Begegnungsstätte und Rückzugsmöglichkeit aus dem Trubel der Stadt.

Als Beweggrund für dieses Projekt verweisen Barbara und Manfred Schmitz, Vorstände der Innovation und Zukunft Stiftung auf die Notwendigkeit, sorgsam mit der Erde generell und dem eigenen Stück Land im besonderen umzugehen. „Auf einem Weltacker können alle lernen, wie das geht und wie wir Verantwortung für das Wohlergehen zukünftiger Generationen übernehmen können.“, so Barbara Schmitz.

Das Projekt wird bisher bereits vom Orchester der Staatsphilharmonie Nürnberg und der DATEV unterstützt. Schon jetzt deutet sich immenser Zuspruch aus unterschiedlichsten Richtungen an und lässt auf ein Projekt hoffen, das sowohl gemeinnützige, städtische als auch wirtschaftliche Interessensvertreter*innen zusammenbringt.

Sechs mögliche Standorte für Nürnberg

Im Sommersemester 2021 erforschten dazu Studierende des Masterstudiengangs Architektur an der TH Nürnberg die Vor- und Nachteile von sechs möglichen Standorten für diesen Weltacker in Nürnberg.

Die Stadt prüft derzeit für diesen Zweck geeignete und verfügbare Flächen, wobei zwei der untersuchten sechs Standorte als Favoriten gehandelt werden. Ein konkreter Standort-Vorschlag seitens der Stadt ist im Januar nächsten Jahres zu erwarten.

Einstweilen sicherte Bürgermeister Christian Vogel in einem Videostatement an das Weltacker-Team seine volle Unterstützung für dieses Projekt zu, lässt sich daran doch anschaulich auf die Ressourcenverschwendung aufmerksam machen: „Durch das Projekt Weltacker können wir verdeutlichen, dass es in Zukunft immer notwendiger sein wird, unsere Produkte auch heimisch zu erzeugen und anzufertigen.“, heißt es im Videostatement.

Schaufensterausstellung im Offenen Büro

Seit dem 14.12. ist im Offenen Büro des Stadtplanungsamtes Nürnberg in der Lorenzer Straße eine Schaufensterausstellung zum Thema Weltacker zu betrachten, die auf das Projekt und seine mögliche Bedeutung für Nürnberg aufmerksam macht. Dort ausgestellt sind auch die Modelle und Ergebnisse der Standortuntersuchungen der Architektur-Student*innen. Die komplette Dokumentation dieser Forschungsarbeit ist außerdem auf den Seiten der TH frei zugänglich und steht dort zum Download bereit:

https://www.th-nuernberg.de/de/fakultaeten/ar/forschung/forschungsgebiet-theorie-und-stadt/ein-weltacker-fuer-nuernberg/ 

Die Ausstellung wird in den kommenden Wochen immer wieder im Nürnberger Innenstadtkreis umziehen, um möglichst viele Interessenten für dieses Thema zu finden und die Umsetzung des Weltackers voranzutreiben.

Die Videostatements der Initiatoren und Förderer, die nächsten Standorte und alle aktuellen Infos zum Projekt Weltacker sind auf der SDGs go local-Seite des Bluepingu e.V. zu finden, unter: https://sdgs-go-local.bluepingu.de/weltacker-fuer-nuernberg/

 

Für alle Fragen rund um das Weltacker-Projekt stehen Barbara Schmitz als Vorständin der Innovation und Zukunft Stiftung sowie Katrin Schwanke, Leiterin von SDGs go local (Bluepingu e.V.) sehr gerne zur Verfügung. Bitte richten Sie Ihre Fragen oder mögliche Gesprächsterminwünsche an die Sammeladresse für dieses Projekt: weltacker(at)bluepingu.de